Begehbares Universum im Nürnberger Planetarium
Für einen ganz neuen Blick in das All wird der neue Fulldome-Projektor 2010 im Nicolaus-Copernicus-Planetarium, Nürnberg, sorgen. Mit einem Betrag von 800.000 Euro unterstützen die Städtischen Werke Nürnberg als Hauptsponsor den Kauf des neuen Projektors. Bei der Jubiläumsveranstaltung am 11. Dezember 2009 zur Gründung der Städtische Werke Nürnberg GmbH vor 50 Jahren übergab Herbert Dombrowsky, Vorsitzender der Geschäftsführung der StWN, an die Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, Prof. Dr. Julia Lehner, einen von der Künstlerin Michaela Biet-Weber gestalteten Stein, der den neuen Projektor symbolisiert.
Damit beginnt für das Nürnberger Planetarium ein neues Zeitalter. Denn mit dem digitalen Fulldome-Projektor können bald Bewegtbilder flächendeckend in die Kuppel projiziert werden. Die bisherigen Dia- und Effektprojektoren entfallen und werden durch kuppelfüllende Videoprojektionen ersetzt. „Mit dem neuen Projektor wollen wir im Oktober 2010 auch die in Nürnberg anlässlich des Jubiläums „175 Jahre Eisenbahn“ produzierte Show ‚Vom Adler zum Spaceshuttle’’ zeigen, freut sich der Leiter des Nürnberger Planetariums, Dr. Klaus Herzig.
Zum Fulldome-System gehört auch eine Software, die Informationen und Bilder von einer Vielzahl astronomischer Objekte wie Planeten, Monde, Kometen, Sterne und Galaxien umfasst. Dieses „begehbare Universum“ ist frei steuerbar. Virtuell reisen die Zuschauer durch das All zu den Planeten und fliegen auf diesen umher. Oder sie verlassen das Sonnensystem, besuchen Exoplaneten und betrachten die Milchstraße von außen.
Die bisherige sogenannte klassische Planetariumstechnik entspricht nicht mehr dem Stand der Technik in Großplanetarien. Der fünf Meter große Zeiss-Projektor ist seit 1977 im Einsatz.
„Die StWN möchte das Nicolaus-Copernicus-Planetarium auf seinem Weg in die Zukunft weiter unterstützen und überreicht Ihnen, Frau Dr. Lehner, anlässlich der heutigen 50-Jahr-Feier einen finanziellen Beitrag zum Fulldome-Projektor“, erläuterte Herbert Dombrowsky die Übergabe. Auf den kleinen Meteoritenstein setzte die Künstlerin Michaela Biet-Weber eine gläserne Kugel. Diese symbolisiert die Kuppel des Planetariums oder auch den „Blick in die Sterne“ der Zukunft, je nach Interpretation, so Dombrowsky. Biet-Weber ist Mitglied der Künstler-Gruppe „Der Kreis“.
Mit einem Kuppeldurchmesser von 18 Metern und jährlich rund 50.000 Besuchern zählt das Nürnberger Planetarium zu den Großplanetarien. Es ist seit 15 Jahren Teil des Bildungszentrums der Stadt Nürnberg.
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