Zufriedenstellendes Geschäftsergebnis 2008
Mit N-ERGIE, VAG und wbg auf dem richtigen Weg

 
Der Konzern Städtische Werke Nürnberg (StWN) blickt auf ein bewegtes Geschäftsjahr 2008 zurück. Im Spannungsfeld der rechtlichen und wirtschaftlichen Veränderungen und unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit der Marktentwicklung konnten sich die Tochtergesellschaften N-ERGIE Aktiengesellschaft, VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg und die wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich behaupten.

Es wurde im StWN-Konzern ein Jahresüberschuss in Höhe von 43,7 Mio. Euro (Vorjahr 27,1 Mio. Euro) erwirtschaftet. Die StWN GmbH schließt das Geschäftsjahr mit einem Zuschussbedarf von insgesamt -5,3 Mio. Euro ab (Vorjahr -9,2 Mio. Euro). Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von -5,3 Mio. Euro auf die neue Rechnung vorzutragen und von der Stadt Nürnberg auszugleichen. Ursächlich für das verbesserte Ergebnis sind vor allem niedrigere Steuerbelastungen und der geringere Zuschussbedarf der VAG.

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis der StWN GmbH verringerte sich um 10,2 Mio. Euro auf -4,6 Mio. Euro. Das Beteiligungsergebnis resultiert überwiegend aus der Ergebnisabführung der N-ERGIE mit 62,3 Mio. Euro und dem Zuschussbedarf der VAG in Höhe von -68,4 Mio. Euro.


StWN-Konzern als großer Arbeitgeber in Mittelfranken

Die StWN-Unternehmensgruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt insgesamt 4.385 Mitarbeiter (Vorjahr 4.420) und 161 Auszubildende (Vorjahr 166) ohne die Mitarbeiter der wbg. Der StWN-Konzern zählt damit in der Region Mittelfranken zu den zehn größten Arbeitgebern.


Umsatzerlöse bei 1,94 Mrd. Euro

Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 60,5 Mio. Euro oder 3,2 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro. Diese wurden zu 82 Prozent vom Strom- und Erdgasgeschäft bestimmt. Der Anteil des Wasser- und Wärmegeschäfts erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent der Gesamtumsätze. Die Verkehrseinnahmen sind mit 5,6 Prozent und die sonstigen Umsatzerlöse sind 3,8 Prozent an den Umsatzerlösen beteiligt.


Beteiligungsportfolio erweitert

Die N-ERGIE gründete am 3. Januar 2008 mit enercity, Stadtwerke Hannover AG die gemeinsame Vertriebstochter Clevergy GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft mit Sitz in Leipzig vertreibt bundesweit Stromprodukte direkt und via Internet an Privatkunden. Die N-ERGIE ist mit 50 Prozent an Clevergy beteiligt.


Erfolgreich im überregionalen Strommarkt

Der Stromabsatz der N-ERGIE nahm um 1,1 Prozent auf 9,8 Mrd. Kilowattstunden (kWh) zu. Die Key-Account-Kunden sind mit 64,4 Prozent des Absatzes (Vorjahr 65,4 Prozent) weiterhin die stärkste Kundengruppe, gefolgt von den Privatkunden mit 23,6 Prozent und den Firmenkunden mit 12,0 Prozent, wobei die Eingruppierung der einzelnen Kundenbereiche in Firmenkunden, Privatkunden und Key-Account-Kunden neu strukturiert wurde. Die Steigerung des Stromumsatzes basiert vorwiegend auf der überregionalen Kundenakquisition. Der Umsatz aus dem Stromgeschäft betrug 1,2 Mrd. Euro.


Steigender Wettbewerb im Erdgasmarkt

Im Erdgasgeschäft reduzierte sich die Gesamtabgabe um 1,8 Mrd. kWh auf 8,8 Mrd. kWh, vorwiegend wegen wettbewerbsbedingter Einflüsse und durch den starken Absatzrückgang bzw. Verluste bei Großkunden. Der Absatz lag um 17,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Key-Account-Kunden waren mit 57,9 Prozent des Absatzes die größte Kundengruppe (Vorjahr 67,5 Prozent), gefolgt von den Privatkunden mit 27,5 Prozent (Vorjahr 20,1 Prozent) und den Firmenkunden mit 14,6 Prozent (Vorjahr 12,4 Prozent). Der Umsatz im Erdgasgeschäft belief sich auf 379,0 Mio. Euro.

Der Absatz der Wärmeversorgung erhöhte sich witterungsbedingt um 6,0 Prozent auf 1,2 Mrd. kWh. Es wurde im Wärmemarkt ein Umsatz von 111,8 Mio. Euro erzielt.

Der Trinkwasserabsatz nahm um 0,6 Prozent auf 30,5 Mio. Kubikmeter zu.


Steigende Fahrgastzahlen

Die Zahl der beförderten Fahrgäste im Gebiet der Stadt Nürnberg und den Nachbarorten einschließlich der U-Bahn Fürth erhöhte sich um 2,5 Prozent auf 150,2 Mio. Personen. Aus der Beförderung wurden Fahrgeldeinnahmen einschließlich Abgeltungszahlungen in Höhe von 108,0 Mio. Euro erzielt.


Hohe Investitionen vor allem in Sachanlagen

Im StWN-Konzern wurden im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 154,4 Mio. Euro investiert, davon entfielen 6,4 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände, 33,9 Mio. Euro auf Finanzanlagen und 114,1 Mio. Euro auf Sachanlagen. Die Schwerpunkte der Sachinvestitionen bei der N-ERGIE lagen bei den Erneuerungs- und Erweiterungsmaßnahmen für Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen. Die Investitionen in Sachanlagen bei der VAG betrafen im Wesentlichen weitere Zahlungen auf die bestellten U-Bahn-Doppeltriebwagen und Variobahnen. Auch wurden Ersatzbeschaffungen bei den Bussen vorgenommen.


Ausblick

„Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Unternehmen im StWN-Konzern wird auch zukünftig sehr stark durch die jeweiligen politischen Zielsetzungen geprägt bleiben“, so Herbert Dombrowsky, der Vorsitzende der Geschäftsführung der StWN GmbH. „Trotz der geplanten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erwarten wir keine wesentlichen Entlastungen für die Konzernergebnisse“, prognostiziert Josef Hasler, Geschäftsführer der StWN GmbH.